Bald vereinfachte Besteuerung der privaten Nutzung von Geschäftsfahrzeugen?

28 August 2019

In der Änderung der Berufskostenordnung schlägt das EFD vor, dass die private Nutzung des Geschäftsfahrzeugs neu pro Monat mit 0.9 % des Fahrzeugkaufpreises besteuert werden soll, statt wie bisher mit 0.8 %. Im Gegenzug entfallen die Aufrechnung für den Arbeitsweg und der Fahrkostenabzug. Ebenfalls entfällt für den Arbeitgeber die Pflicht, den Anteil Aussendienst auf dem Lohnausweis zu deklarieren.

Die Vorlage regelt das Vorgehen bei der direkten Bundessteuer und ist so ausgestaltet, dass sie für den Inhaber eines Geschäftsfahrzeugs bei einem Fahrzeugkaufpreis von CHF 50'000, einem täglichen Arbeitsweg von 30 Kilometern und rund 50 % Aussendienstanteil aufkommensneutral ausfällt.

Die Kantone entscheiden autonom, wie sie die leicht erhöhte Pauschale bei den kantonalen Steuern umsetzen. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass die Kantone die Erhöhung auf 0.9 % aufgrund der einheitlichen Lohnausweise übernehmen werden.

Die administrative Vereinfachung fordert eine Motion der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, die von den Räten angenommen worden ist. Es bleibt weiterhin möglich, trotz der Änderung, effektiv abzurechnen und den Fahrkostenabzug geltend zu machen.

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